Legionellen in der Hausinstallation

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Legionellen sind stäbchenförmige Umweltkeime, die in geringen Mengen im Trinkwasser vorkommen und über die Nahrung aufgenommen werden können ohne gesundheitliche Auswirkungen zu haben. Im Temperaturbereich zwischen 25 und 50 Grad Celsius vermehren sie sich jedoch explosionsartig. Werden Legionellen dann in großer Anzahl eingeatmet, etwa durch den Wassernebel, der beim Duschen entsteht, könnte eine bakterielle Lungenentzündung, die sogenannte Legionärskrankheit, die vor allem bei älteren und immungeschwächten Personen auftritt, die Folge sein. Auch das weniger schwerwiegend verlaufende Pontiac-Fieber, dessen Krankheitsbild eine grippeartige Symptomatik aufweist, ist auf Legionellen zurückzuführen.

Überprüfung durch Trinkwasserverordnung geregelt

Aus diesem Grund wurde die Überprüfung von Trinkwassererwärmungsanlagen in die Trinkwasserverordnung aufgenommen. Denn ein Risiko für die menschliche Gesundheit stellen die Legionellen nur da, wenn die Hausinstallation nicht nach allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet wurde und das kalte Wasser aus dem Trinkwasserversorgungssystem bei der Bereitung zu Warmwasser nicht auf mehr als 60 Grad erhitzt wird.

Die Trinkwasserverordnung schreibt die Legionellenuntersuchung vor

  • bei Großanlagen zur Trinkwassererwärmung mit einem Speichervolumen von mehr als 400 Litern oder 3 Litern Rohrleitungsinhalt zwischen Trinkwassererwärmer und Entnahmestelle (Anlagen in Ein- oder Zweifamilienhäusern sind grundsätzlich Kleinanlagen),
  • wenn in den Installationssystemen Duschen oder andere Aerosol erzeugende Einrichtungen (zum Beispiel Whirlpools, Klimaanlagen) enthalten sind und
  • wenn Trinkwasser im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit (beispielsweise Vermietung) abgegeben wird. Die Untersuchung muss durch ein akkreditiertes Labor alle drei Jahre wiederholt werden.

Wird bei der Untersuchung der Anlagen eine Überschreitung des sogenannten technischen Maßnahmwertes (100 Koloniebildende Einheiten KBE) festgestellt, ist das Gesundheitsamt zu informieren, das über das weitere Vorgehen entscheidet.

Labor der Fernwasserversorgung untersucht auf Legionellen

Seit Anfang 2013 ist das Labor der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH befugt, Untersuchungen auf Legionellen durchzuführen. Wir betreuen derzeit rund 80 Kunden aus dem Bereich der Immobilienwirtschaft, die ihre Warmwasseraufbereitungsanlagen durch unsere Experten überprüfen lassen.

Kontakt: Matthias Krüger, Tel. 03421 / 757 511

Weiterführende Links

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit - Legionellen - die am häufigsten gestellten Fragen

Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches DVGW - Themenseite Legionellen

Zuletzt aktualisiert am 04.09.2017 von Werbeagentur POSTYOU.

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